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Kaufbeuren

Akustik-Konzert – Dreifaltigkeitskirche Kaufbeuren – 30. Juni 2017 – Einlass 20 Uhr, Beginn 21 Uhr

2017. Das sind 500 Jahre Reformation, 500 Jahre Protest. Diese Spaltung nehmen die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Kaufbeuren und die Allgäuer Protestband Rainer von Vielen zum Anlass, ein Konzert im Zeichen des Aufeinander Zubewegens zu veranstalten. Martin Luther war ein Rebell, der verkrustete Strukturen aufbrach. Rainer von Vielen setzt Werte und Haltung auseinanderdriftenden Gesellschaften entgegen. Mit einem feierlichen Akustik-Konzert in der Dreifaltigkeitskirche Kaufbeuren bekommt der Protest einen neuen Klang. Klavier ersetzt Schlagzeug. Kontrabass ersetzt Bassgitarre. Mundharmonika ersetzt Elektronik. Die Verbindung von Kehlkopf-, Oberton- und Falsettgesang im akustischen Klangraum der Dreifaltigkeitskirche umhüllt einen elegischen, getragenen Abend.

Rainer von Vielen (Gesang, Mundharmonika, Akkordeon), Mitsch Oko (Gitarre), Dan le Tard (Kontrabass) und Sebastian Schwab (Schlagwerk, Klavier) kommen mit ihrem neuen Werk „Überall Chaos“ nach Kaufbeuren. Das am 3. Februar erschiene sechste Studio-Album der vier Jugendfreunde handelt von der Sehnsucht nach innerer Ruhe, vom Kampf, den Alltag zu überwinden, vom Gefühl, alles gesehen zu haben und doch nichts zu wissen.

Und musst du dich entscheiden, dann hast du keine Wahl. Denn du bist immer beides: Kopf und Zahl.“

Überall Chaos“ ist ein Werk mit düsteren Vorahnungen in der Schwere unserer Zeit, ohne die Leichtigkeit des Seins zu vergessen. Die Komplexität unserer Wirklichkeit und der allgegenwärtige mediale Bildersturm machen die Arbeit der Band zu einem nachdenklichen Rundumschlag in elf Akten.

Indie-Disco, Alternative Rock, Weltmusik, Hip-Hop und Elektro-Pop. Rainer von Vielen sprengt und verbindet Genre-Grenzen. Während andere Bands sich in keine Schublade stecken lassen wollen, sind Rainer von Vielen gerne die Kommode. Eigen und geliebt ist Vieles doch erst, wenn es zwischen den Fächern klemmt und quietscht.

Ich habe Brücken errichtet, um den Holzweg zu vermeiden, habe Kreuzungen gebaut, woran die Geister sich scheiden.“

 

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