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e-Ventschau 2017 – für die Kinder von Tschernobyl und Fukushima

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Wo findet das Festival statt?

Der idyllische Resthof „Thiele“ in Ventschau im Landkreis Lüneburg bietet das ideale Ambiente für diese Veranstaltung. Es besteht die Möglichkeit vor Ort zum Zelten. Die genaue Adresse ist:

Hof Thiele, Am Bruch 1, 21371 Tosterglope OT Ventschau

Wofür werden Spenden gesammelt?

Tschernobyl

Erinnern wir uns: Am 26. April 1986 ereignete sich der weltweit erste Super-Gau in Block 4 des Atomkraftwerkes nahe Tschernobyl. Eine radioaktive Wolke überzog große Teile Europas.

Über 600.000 Soldaten und Bergleute, sogenannte „Liquidatoren“ wurden eingesetzt, um noch schlimmeres zu verhindern. Der geschmolzene Reaktorkern drohte sich mit dem gesammelten Löschwasser zu verbinden, was zu einer gigantischen Explosion geführt hätte, womit große Teile Europas zerstört wären. Der Versuch, Roboter für diese Arbeiten einzusetzen, scheiterte, denn die Technik machte aufgrund der unvorstellbar hohen radioaktiven Strahlung schlapp. Es mussten Menschen eingesetzt werden, die sich selber „Bio-Roboter“ nannten. Viele leben heute nicht mehr, ein Großteil der Überlebenden führt ein Dasein in Krankheit und Armut.

Es ist nicht möglich, die genaue Zahl der Opfer zu bemessen. Der unvorstellbar größere Teil der Opfer wird erst noch geboren. Deshalb gilt der Focus unserer Bemühungen besonders den Kindern und Neugeborenen, die mit chronischen Krankheiten und schweren Behinderungen zu kämpfen haben.

Fukushima

Die Frage mag sich aufdrängen, warum Spenden in ein reiches Industrieland wie Japan fließen sollen. Wir möchten die Frage anhand eines Zitates von Alexander Tetsch erläutern, der sowohl Tschernobyl als auch Fukushima besucht hat: „Fukushima – der Nebel des Schweigens über dem Land der aufgehenden Sonne“. Die Regierung und die japanischen Energiekonzerne haben ein Interesse daran, die Auswirkungen der Katastrophe zu verharmlosen, weil sich mit der Atomtechnologie weltweit immer noch Milliarden-Gewinne realisieren lassen. „

Das amtliche Schilddrüsen-Untersuchungsprogramm will alle 360.000 Kinder der Präfektur Fukushima auf Anomalien untersuchen lassen. Pro Kind haben die untersuchenden Ärzte nur 1-2 Minuten Zeit für die Ultraschall-Untersuchung – und übersehen dabei naturgemäß viele Auffälligkeiten.“ (Tetsch)

Wir versuchen die Opfer zu unterstützen, damit sie die medizinische Hilfe bekommen, die ihnen eigentlich zu steht. Deshalb geht ein Teil der Spenden an eine Kinderklinik in Fukushima, die von ehrenamtlichen Ärzten und Helfern betrieben wird.

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