
Presseinfo Live den Lebenden (download MSOffice-Dokument)
Presseinfo Live den Lebenden (download PDF)
Presse Paket "Live den Lebenden" Text und Bilder (zip-File)
Live den Lebenden - Pressefotos
Vier Musiker – 420000 Kilometer. Sechs Jahre – 600 Konzerte. Ein Leben auf der Straße, in Hotels und Hinterzimmern, in fremden Betten, auf feuchten Böden. Die Allgäuer Band Rainer von Vielen kennt alle Hochs und Tiefs des Tourlebens. Doch Rainer von Vielen (Gesang, Akkordeon), Mitsch Oko (Gitarre), Dan le Tard (Bass) und Niko Lai (Schlagwerk) wissen, wofür sie drei Schlagzeugsets, sechs Reifen- und 180 Saitensätze verschlissen haben. Eine viertel Million Besucher sahen ihre Konzerte auf drei Album-Tourneen. Jetzt ist es für die Band an der Zeit etwas zurückzugeben. Den magischen Moment auf der Bühne, die Einzigartigkeit des Live-Erlebnisses auf ein Album zu bannen, das jenen gewidmet ist: den Fans.
„Live den Lebenden“ ist ein Brückenschlag zum tieferen Verständnis einer Musik, die Genregrenzen sprengt und vielschichtig wieder versöhnt. Die 20 Titel bilden ein homogenes Ganzes, eine Live-Show mit ruhigen und wilden Momenten. Eine Geschichte, die erst durch die Reaktion des Publikums geschrieben werden konnte. Songs, die beim einstigen Soloprojekt Rainer von Vielen geboren wurden, sind über die Jahre mit der Entwicklung zur Band gereift: „Räderwerk“, „Was schönes“, „Lass es zu“, „In divi duell diabolo“. Heute spielen die Stücke bei jedem Konzert ein tragende Rolle. Mit der ersten Studioscheibe „0160-98236130“ haben sie oft nur noch Text und Melodie gemein.
„Alles verloren“ aus der Zusammenarbeit mit Binder & Krieglstein hallt in Sprechchören bei vielen Auftritten nach. Auf einen Tonträger hat es der Song erst jetzt geschafft. Genauso bekommen die noch unveröffentlichten Bühnen-Hits „Alles sein“, „Vor ein paar Tagen“ und der intensive „Teknoscat“ einen Ehrenplatz im Digi-Pack.
„Live den Lebenden“ ist also mehr als ein Best-of-Bühnenklassiker. Es ist eine Retrospekive aus Festival- und Club-Shows der ersten Jahre, in der der Schweiß des Tour-Alltags steckt. Ein Leben von der und für die Musik. Eine Wanderung zwischen den Extremen. Ein echtes Zeugnis, wie eine Fangemeinde die Arbeit von vier Musikern beeinflusst. Mit Liedern, die die Lebenden lieben.
„ Mit den deutschen Bands, die wir gut finden, hat das wenig gemeinsam.“
Spex, Martin Hossbach
„ Ich finde das furchtbar, mit dieser Musik möchte ich nichts zu tun haben.“
Visions, Jan Schwarzkamp
„Ich hasse diese Band.“
Dieter Bolen
VÖ: 24.02.2011www.rainervonvielen.de
Rainer von Vielen - Presseinfo Allgemein (download OpenOffice-Dokument)
Rainer von Vielen - Presseinfo Allgemein (download Word-Dokument)
Rainer von Vielen - Pressefotos
Bevor Du an Rap, Dancehall, Elektro-Rock oder sonst etwas vermeintlich hippes denkst, lass uns folgendes unmissverständlich klarstellen: diese Band gewordene Festung der Umtriebigkeit hat ihre Fundamente im Allgäu.
Wenn E.T. den Finger hebt, um nach Hause zu telefonieren, wenn Moses das Meer teilt um das Volk Israel ins gelobte Land zu führen, dann treibt sie ein und die selbe Sehnsucht: Es ist das Bedürfnis nach Heimat.
Heimat, das ist der Ort, wo man die Regeln versteht, wo man sich auskennt, wo man selbst mit seinen Freunden festen Boden unter den Füßen hat. Heimat, das hat nichts mit Herkunft zu tun, aber viel mit Vertrauen und Haltung.
"Milch & Honig" heißt das aktuelle Album von Rainer von Vielen und seiner Band. Es ist die Platte, mit der sie zu Hause angekommen sind. Obwohl die Band eigentlich immer unterwegs ist, sind die regionalen Bezüge nicht zu überhören. Das neue Rainer von Vielen Programm riecht nach Alm, genauso wie auf Peter Fox 'Stadtaffe' oder Jan Delays 'Wir Kinder vom Bahnhof Soul' die Metropolen Hamburg und Berlin rauschen. Ausgerechnet Musiker, die sich über amerikanische, schwarze Musik von Soul über Rap bis Dancehall definieren, scheinen in den letzten Jahren gefunden zu haben, wonach der deutsche Rock seit der Neuen Deutschen Welle sucht: Musik mit Heimat und Haltung.
Genauso, wie in der Wirklichkeit der Zuwanderungsgesellschaft, ist Heimat bei Rainer von Vielen kein Begriff mehr, der nur zulässt was das Klischee erfüllt. Der Blick schweift vom Allgäu aus in die Welt, und vereint scheinbare Widersprüchlichkeiten. Sind es auf der einen Seite Tuba und Quetschkommode, stehen dem auf der anderen Seite tibetanischer Obertongesang und Clubbeats entgegen, die ein neues Ganzes bilden, dessen Reiz das Ungewohnte im Vertrauten ausmacht.
"Her - mit den Freunden, mit den Frauen, mit dem Frieden...". Auch Haltung ist nichts holzschnittartiges und berechenbares mehr, wie wir früher dachten und es der Generation der Liedermacher vorgeworfen haben. Es interessiert Musiker wie Rainer von Vielen nicht, was politisch korrekt, sondern was wahr ist: "Wir haben's immer schon gewusst, mussten uns vor der Wahrheit verstecken, unsere Augen mit dem Glauben an Profit bedecken."
Wie ein Bergsteiger, der die Ruhe sucht, verzieht sich Rainer von Vielen wieder auf den nächsten Gipfel, wenn man meint ihm nahezukommen. Und aus der Distanz sieht man dann, dass Rainer von Vielen in Wirklichkeit immer mehrere sind. Teils kennen sie sich schon aus der gemeinsamen Kindheit im Allgäu, auf jeden Fall aber schon seit Jahren als Band von Bühnen auf denen sie ihr Publikum überraschen und begeistern. Mitsch Oko (Gitarre), Dan le Tard (Bass), Niko Lai (Schlagzeug) und Rainer (Gesang, Elektronik) verlassen ihre Versuchsanstalt für Gesundsinnigkeit und gehen einen Schritt weiter: Sie geben selbst Ihrem Zuhörer Gesicht und Identität.
"Von vielen Stilen zu viele?". No Way geneigter Konzertbesucher! Einfalt passiert woanders - die aufgeworfene Frage beantwortet die Band selbst: "Es gibt kein Zurück!". Nenn es Zen-Metal, Teufels-Pop, Breitband-Minimalismus oder LoFi-Glam - Rainer von Vielen machen Bastard-Pop. Dabei mischen sie Einflüsse verschiedener Kulturen so wie Djs Platten: vermeintlich Gegensätzliches wird zusammengeführt, das Gewohnte zerrissen und somit Neues kreiert. Als Konsequenz trifft dann Bayern auf Tibet und Liverpool auf den Kongo. All das zusammen macht Rainer von Vielen zum Cabrio unter den Live-Bands unserer Breiten und lädt ein zum emotionalen Steilwandklettern.
Hals- und Beinbruch!
